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Meine Tipps für mehr Zeit zum Schreiben

Und, wie weit bist du inzwischen?„, „Wie läuft das Schreiben gerade?„, „Weißt du schon ungefähr, wann du fertig sein wirst?„. Bei solchen Fragen bekomme ich ganz, ganz oft eine kleine Krise. Und an manchen schlechten Tagen einen Anfall. Ein Buch ist eben fertig, wenn es fertig ist. Und Kreativität lässt sich sowieso ganz schlecht erzwingen. Dazu kommen Uni, Arbeit, die wertvolle Zeit mit Freunden. Das alles ist manchmal ganz schön schwer unter einen Hut zu bekommen. Und ja, manchmal leidet das Schreiben unter dem restlichen Leben, weil einfach die Zeit fehlt. Doch wie schafft man sich diese freien Stunden zum Schreiben? Meine besten Tipps für mehr Zeit zum Schreiben habe ich hier für euch zusammengefasst:

1. Willst du überhaupt schreiben?

Stelle Dir diese Frage: Willst du tatsächlich schreiben? Und bist du bereit für diesen Traum auch einige Abstriche machen zu müssen?  Natürlich haben wir alle Verpflichtungen, denen wir nachkommen müssen. Manche mehr, manche weniger. Mir selbst fällt es beispielsweise schwer meinen ganzen Unikram und dann noch das Arbeiten mit dem Schreiben meines Buches zusammenzubringen. Das sind Pflichten, die wirklich zu 100% sein müssen! Aber es gibt eben auch Dinge, von denen wir bloß denken, dass wir sie tun müssen. Zum Beispiel die neue Folge unserer Lieblingsserie anschauen. Doch noch ein Kapitel zu lesen. Hier isr es wichtig, dass man über diese Dinge nachdenkt. Was ist tatsächlich wichtig? Was musst du wirklich noch erledigen?

2. Nein! sagen

Du musst lernen Nein! zu sagen! Wie heißt es so schön: Du kannst nicht auf allen Hochzeiten gleichzeitig tanzen. Und so ist es auch mit dem Schreiben. Deine Freunde & Familie verbringen die Zeit, die du mit dem Schreiben füllst, mit anderen Dingen. Und natürlich wünschen sie sich, dass du deine Zeit mit ihnen verbringst. Aber es ist (manchmal) durchaus legitim zu sagen, dass du aber noch eine gewisse Anzahl an Seiten zu Ende schreiben musst und dann gerne nachkommen würdest. Und sage auch ab und zu Nein! zu dir selbst. Schaue dir das Staffelfinale erst an, wenn du dein Schreibsoll erfüllt hast.

3. Vom Unbedeutendem zum Wichtigen

Ich habe schon all die Verpflichtungen erwähnt, die man im Laufe eines Tages erfüllen muss. Hier ist es wichtig zu priorisieren. Ich mache es immer so, dass ich mir die Dinge, die ich machen muss/will notiere (wenn auch nur in Gedanken) und mir dann überlege, was am wichtigsten ist. Im Idealfall schafft es das Schreiben weit nach oben auf meinem persönlichen Zeittreppchen. Da ich dann ja weiß, dass die Dinge mit der höheren Priorität bereits hinter mir liegen, kann ich mich guten Gewissens wieder ans Schreiben machen und die Zeit effektiv nutzen.

4. Vorbereitung ist alles!

Es kommt immer wieder vor, da findet man einfach kein Zeitfenster, so sehr man sich auch bemüht. Aber: Man muss nicht unbedingt tatsächlich schreiben. Figurenentwicklung, Plotting und auch die genaue Planung einzelner Kapitel sind auch sehr wichtige Bestandteile. Ich habe beispielsweise immer ein kleines Notitzbuch bei mir, in das ich Gedanken eintrage, die mir spontan kommen. Oder ich skizziere einzelen Szenen in diesem Buch, weil mir für das Ausarbeiten einfach die Ruhe und Kreativität fehlt. So nutze ich die Zeit aber trotzdem effektiv und komme meinen Ziel näher.

5. Wenn du schreibst, dann schreibst du

Wenn du es jetzt geschafft hast, dir deine Zeit zum Schreiben zu nehmen, dann schreibe auch! Klingt erst mal logisch, ist es aber nicht, wenn man ehrlich ist. Wie oft kommt es vor, dass man sich von einer neuen Whatsapp-Nachricht ablenken lässt oder jemandem, der wegen vermeintlich wichtigen Dingen ins Zimmer platzt? Wenn du schreiben willst, dann isoliere dich für den Moment, lass dich nicht ablenken und schreibe, schreibe, schreibe! Dabei ist es effektiver zwanzig Minuten konzentriert zu schreiben, als eine Stunde lang voller Ablenkungen. Wenn diese einfach zu groß sind, dann gehe etwas später ins Bett oder stehe früher auf. Das kann ja schon eine halbe Stunde sein und tut nicht wirklich weh!

6. Druck, Druck, Druck!

Eigentlich kein wirklicher Tipp, sondern eher eine persönliche Erfahrung: Unter Druck schreibt es sich auch ganz gut! Ich gehöre leider zu den Menschen, die einige Dinge doch gerne vor sich herschieben. Wenn ich eine Deadline zur Abgabe meiner Texte habe, dann merke ich erst, wie viel Zeit ich eigentlich für das Schreiben übrig habe, die ich sonst mit unnötigen Dingen fülle.

Was sind deine Erfahrungen mit dem Schreiben? Was hilft dir am besten, um in deinem Text voranzukommen?

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1 Comments

  1. Doch noch ein Kapitel lesen ist mehr als wichtig! 😀

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