Bücher, die mein Leben und mich verändert haben 2
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Bücher, die mein Leben und mich verändert haben

“Beim Lesen guter Bücher wächst die Seele empor”
Voltaire

Es gibt Bücher, die mein Leben verändert, die etwas in mir berührt und zum Klingen gebracht haben. Bücher, die ich gelesen habe, und nach denen etwas anders gewesen ist.

Und das sind sie, die sechs Bücher meines Lebens:

Momo – Michael Ende

Ich habe das Lesen gehasst. So sehr, dass meine Großmutter mir irgendwann 5ct pro Seite bezahlt hat, damit aus mir auch ‘was G’scheits wird. Geholfen hat es nicht viel (außer meine Abneigung noch zu steigern). Doch dann habe ich in einem magischen Moment Momo gefunden. Zerfleddert und zerknickt, weil meine Mutter es als Kind schon gelesen hatte. Dieses Kind Momo mit den pechschwarzen Haaren kämpft mit der Schildkröte Kasiopeia und Meister Hora, Hüter der Zeit, gegen die Grauen Herren, die den Menschen nach und nach die Zeit stehlen. Eine Geschichte voller Magie und Fantasie und doch so unendlich viel Wahrem daran. Je älter ich werde, desto mehr erzählen mir Michael Ende und Momo in diesem Märchen. Ich kann nicht anders, als Dich für immer zu lieben. Momo, meine erste Liebe!

Harry Potter – J. K. Rowling

Ich bin Teil der HP- Generation. Eigentlich sollte das an dieser Stelle genügen, geboren im Jahr 1995, zwei Jahre vor dem Erscheinen von Harry Potter und der Stein der Weisen. Das Finale Harry Potter und die Heiligtümer des Todes erblickte im Juli 2007 das Licht der Welt. Da war ich 12 Jahre alt. Diese Reihe begleitete meine wichtigsten und prägensten Lesejahre. Noch jetzt erinnere ich mich an das aufgeregte Kribbeln an dem Tag, an dem der siebte Teil endlich in den Buchläden stand. Harry Potter ist ein Phänomen, ein moderne Klassiker. Ist irgendwie alles und doch nichts. Der ewige Kampf zwischen Gut und Böse und doch auch den ganzen Schattierungen dazwischen, Schicksal und eine Prophezeiung, ein Junge, der seinen Platz in der Welt sucht. Ich bin mit Dir aufgewachsen, Harry, und ich liebe Dich.

A L W A Y S .

Die Unvollendete – Kate Atkinson

Man wird älter und je älter man wird, desto mehr wichtige Entscheidungen gibt es zu treffen. Weggabelungen des Lebens, die über das eigene Schicksal bestimmen und an denen es kein Zurück mehr gibt. In Die Unvollendete wird Ursula im Jahr 1910 während eines Schneesturmes geboren und stirbt sofort wieder. Doch sie erhält eine zweite Chance und fortan kann sie ihr Leben an jeder beliebigen Stelle, an der ihrer Meinung nach etwas schief gelaufen ist, wiederholen. Das Ergebnis sind zahlreiche Varianten ihres Lebens, doch egal was sie tut: Große Kriege bleiben, geliebte Menschen sterben. Ein Buch, das mir wie kein anderes gezeigt hat, dass man das Leben nehmen muss, wie es ist. Dass es voller Glück ist, aber eben auch Schatten. Und dass man dankbar sein muss für all das, was man hat. Danke Ursula, danke Kate!

Alles Licht, das wir nicht sehen – Anthony Doerr

S P R A C H L O S I G K E I T.

Bei keinem Buch fiel es mir bisher so unfassbar schwer, meine Empfindungen in Worte zu fassen. Und gleichzeitig schafften es bisher nur eine kleine Anzahl Bücher so lange in mir nachzuklingen wie Alles Licht, das wir nicht sehen. Im Mittelpunkt stehen Marie-Laure und Werner während des 2. Weltkrieges, zwei Jugendliche, die eine französisch, der andere deutsch. Beide Geschichten treiben unaufhaltsam aufeinander zu, nur um in einem winzigen und zugleich magischen Moment aufeinanderzutreffen, in dem Bomben auf Saint-Malo und seine Trümmer fallen. Marie-Laures und Werners Leben kreuzen sich nur für fünf Minuten, doch dieser dramatische Moment bedeutet alles. Poetisch, eindringlich und magisch. Nach dem Lesen ist irgendetwas anders als vorher. Vielleicht alles Licht, das wir nicht sehen?

Als wir unsterblich waren – Charlotte Roth

Durch Zufall habe ich vor zwei Jahren Als wir unsterblich waren gelesen. Und geliebt. Dort kämpft die die mutige Sozialdemokratin Paula kurz vor dem ersten Weltkrieg mit ihren Freunden für eine neue und gerechte Welt. Es ist so echt, so emotional und mitreißend. Und vor allem ist es so wichtig, wie auch die anderen Bücher von Charlotte Roth, die ich nach und nach verschlungen habe. Das letzte Jahrhundert mit seinen beiden verheerenden Kriegen und all dem Leid. Mit seinen Schicksalen. Mit starken Helden und denen, die gerne Helden wären. Aber in Wahrheit ist das ja die Minderheit, wenn man ehrlich ist. Ein Buch gegen Geschichtsversessenheit und Geschichtsvergessenheit, sondern zum Erinnern und Gedenken. Zum ins Gedächtnis Rufen. Gegen als das Unrecht, das passiert ist und passiert. Charlie-Bücher sind Lieb-Hab-Bücher. Und jedes einzelne von ihnen ruft laut und deutlich:

NIE WIEDER FASCHISMUS! NIE WIEDER KRIEG.

Und das ist wichtig.

Der dunkle Kuss der Sterne – Nina Blazon

Märchen und Magie. Alles, was Nina Blazon schreibt ist irgendwie anders. Jedes mal anders als alles, was ich zuvor gelesen habe. Sie lässt Welten lebendig werden, von denen ich vorher nichts wusste. Und Canda und Tian in Der Kuss der dunklen Sterne, die in einem magischen Kastensystem wohnen, haben es mir besonders angetan. Mit jedem einzelnen Buch zeigt Nina Blazon mir wieder, dass es wichtig ist das innere Kind nicht aus den Augen zu verlieren. Dass Magie und Fantasie alltäglich sind, wenn wir es nur zulassen und die Augen offen halten. Und dass es von Bedeutung ist, dass wir von Zeit zu Zeit den Kopf ausschalten, damit wir erleben können, dass Märchen passieren können. Unsere Welt ist magisch und wunderschön. Danke, dass Du mir das mit jedem Buch immer wieder zeigst.

Was sind eure Bücher, die euch und/ oder euer Leben verändert haben? Welche Bücher lassen euch einfach nicht los? Ich bin mega neugierig und freue mich über eure Kommentare ❤

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